NICO/FDOK

Versteckte Störfelder im Kiefer erkennen und behandeln

In der biologischen Zahnmedizin spielt die Suche nach chronischen Belastungen des Organismus eine wichtige Rolle. Eine häufig unterschätzte Quelle solcher Belastungen sind sogenannte NICO- oder FDOK-Läsionen im Kieferknochen. Die Abkürzungen stehen für Neuralgia Inducing Cavitational Osteonecrosis (NICO) und Fettig-degenerative Osteonekrose des Kiefers (FDOK). Dabei handelt es sich um chronische, entzündlich-degenerative Veränderungen im Kieferknochen, die oft unentdeckt bleiben, weil sie nicht immer mit akuten Schmerzen verbunden sind.

Was ist NICO/FDOK?

Bei NICO/FDOK handelt es sich um Areale im Kiefer, in denen Knochengewebe nicht vollständig oder gesund ausgebildet ist. Stattdessen finden sich fettig-degenerative Hohlräume oder chronisch entzündete Strukturen.

Diese Störfelder können Botenstoffe (Zytokine) freisetzen, die den Organismus belasten und mit verschiedensten Beschwerden in Zusammenhang gebracht werden – von chronischen Schmerzen über Müdigkeit bis hin zu systemischen Erkrankungen.

Ursachen

Typische Ursachen für NICO/FDOK sind:

  • nicht vollständig ausgeheilte Zahnentfernungen (z. B. Weisheitszähne)
  • übersehene chronische Entzündungen im Kieferbereich
  • Durchblutungsstörungen des Knochens
  • langjährige Belastungen durch unverträgliche Materialien oder Herde im Mundraum

Diese Veränderungen entstehen oft unbemerkt und bleiben in herkömmlichen Röntgenbildern unsichtbar.

Diagnosemöglichkeiten

Die Diagnose von NICO/FDOK erfordert eine gezielte Untersuchung. Moderne bildgebende Verfahren wie die digitale Volumentomographie (DVT) oder spezielle Ultraschalltechniken ermöglichen es, solche Störfelder im Kieferknochen sichtbar zu machen. Ergänzend können Laboruntersuchungen Hinweise auf chronische Entzündungsaktivität geben.

Behandlung

Die Therapie besteht in der chirurgischen Sanierung des betroffenen Areals. Dabei werden die degenerierten Knochenabschnitte schonend entfernt, sodass sich wieder gesundes Knochengewebe bilden kann. Unterstützt wird die Heilung häufig durch biologische Verfahren wie PRF (Platelet Rich Fibrin) oder Ozon, die die Regeneration fördern und das Risiko für erneute Entzündungen verringern.

Unser Praxisansatz

In unserer Praxis berücksichtigen wir NICO/FDOK gezielt im Rahmen einer ganzheitlichen Diagnostik. Wenn Patienten unter chronischen Beschwerden leiden, die schulmedizinisch nicht ausreichend erklärbar sind, prüfen wir, ob verborgene Störfelder im Kiefer eine Rolle spielen. Durch die Kombination aus moderner Diagnostik und schonender Therapie können wir den Organismus nachhaltig entlasten und die Selbstregulation des Körpers fördern.